Wie gibt man richtig Starthilfe?

An kalten Tagen im Herbst, Winter oder Frühjahr wird so mancher Fahrer beim Starten seines Fahrzeugs von einem „Schwächeanfall“ der Batterie überrascht. Was nun? Anschieben ist bei Fahrzeugen mit Katalysator tabu also ist Starthilfe angesagt.

Folgende Schritte sind erforderlich:

  1. Nur Batterien gleicher Nennspannung verwenden.
  2. Beide Kfz-Motoren abstellen und alle Verbraucher (außer Warnblinkanlage beim Spender) abschalten.
  3. Zuerst das rote Starthilfekabel an den Pluspol der entladenen Batterie anklemmen, anschließend die andere Klemmzange mit der Spenderbatterie verbinden.
  4. Dann das schwarze Kabel an den Minuspol des helfenden Fahrzeugs anklemmen. Danach das freie Ende des Kabels an blanke Stelle des Havarie-Fahrzeuges abseits der Batterie anklemmen, beispielsweise Motorblock (Hinweise des Fahrzeug- Herstellers beachten).
  5. Darauf achten, dass die Kabel nicht in den Bereich des Lüfters oder des Keilriemens geraten.
  6. Motor des helfenden Fahrzeugs starten, dann Motor des Havarie-Fahrzeugs starten (maximal 15 Sekunden) und laufen lassen.
  7. Kabel in umgekehrter Reihenfolge abklemmen. Nach der Starthilfe das liegengebliebene Fahrzeug über eine größere Distanz fahren, um die Batterie zu laden oder am nächstmöglichen Ladegerät nachladen.

Kostengünstige und Optimale Navigation durch mapFactor mit dem Smartphone

Ich persönlich nehme am liebsten die Navigationssoftware von mapFactor.  Warum das so ist werde ich euch in den nächsten Zeilen verraten.
Navigator FREE – kostenlose Navigationssoftware für Windows, Windows Mobile Geräte und Android von MapFactor basierend auf OpenStreetMaps.
OpenStreetMap OpenStreetMap ist ein freies Projekt, welches für jeden frei nutzbare Geodaten sammelt. Weitere Information finden Sie auf www.openstreetmap.org

  • mapFactor stellt die von mir verwendete Software kostenlos zur Verfügung.
  • Ich entscheide ob ich Kommerzielles Kartenmaterial verwenden will oder ob ich kostenloses Kartenmaterial von OpenStreetMap welches ein freies Projekt ist benütze.
  • mapFactor stellt Navi Software für
    • Die Windows PC-version & Win CE – ist auf der Homepage zum Download.
    • Die Android Version ist auf Google Play verfügbar.
    • Die Windows Phone Version ist im Windows Store verfügbar.
  • So kann ich in aller Ruhe und Gemütlichkeit auf meinem PC / Laptop die Tourenplanung bis in das kleinste Detail machen und danach übertrage ich die Daten auf mein Handy.
  • Prinzipiell ist die Navigation 100% Offline und benötigt keine Internetverbindung. Jedoch ist es möglich das „Aktuelle Verkehrsinformationen (nur Android)“ auf das Handy zu bekommen mit einem HD-Traffic Abonnement wodurch natürlich auch das Datenvolumen vom Handy benützt wird.
  • Ein großer Vorteil ist auch, dass ich die Planung sehr stark beeinflussen kann. Dazu ein kleines Beispiel.
    • Wenn ich mit dem 50er Roller fahre (45km/h) darf ich nicht auf dem Radweg fahren (es ist kein Fahrrad), nicht auf einer Kraftfahrtstraße (Mindestgeschwindigkeit bei Kraftfahrstraße, ist wie bei der Autobahn mit 60km/h vorgeschrieben).
    • Bei der mapFactor Software verbiete ich in den Einstellungen das diese Straßen und Wege zu benützen sind.
    • Dem zu folge ist die mapFactor Software sogar zum Planen und Navigieren einer Fahrradtour sehr gut geeignet.
  • Auf dem Motorrad fahre ich nach „Gehör“, ich sehe nicht auf das Handy beim Fahren sondern stelle in den Einstellungen bei der Sprachausgabe ein das die Ansagen öfter kommen sollen so dass ich genügend Zeit habe zu reagieren. Am Rande bemerkt, ich habe in meinen Helm ein Headset von Sena eingebaut welches durch Bluetooth mit meinem Handy verbunden ist. Außerdem habe ich eine Powerbank am Handy angeschlossen damit es lange funktioniert.

Sturzbügel für Yamaha XJ900F 58L

Am 14. Juli 2017 habe ich bei Louis in Augsburg „Sturzbügel Universal mit Anbausatz Verchromt“ (Bestellnummer 10022100) eingekauft.  Ich habe die Universalen gewählt da es leider keine Sturzbügel mehr gibt für meine XJ900F.  Da ich nach einem Unfall oder Umfaller möglichst wenig Repariert werden muss sehe ich es als eine Investition für die Zukunft da für ein Motorrad mit über 30 Jahren die Ersatzteile immer weniger werden und die Original Ersatzteile vom Hersteller bei den Preisen oft jenseits von Gut und Böse liegen.

Heute habe ich sie mit meiner lieben Frau (welche die filigranere Finger hat) angebaut.  Wenn es richtig eng wird beim Einbauen sollte vorher jemand mit kleinen Fingern gesucht und um entsprechende Hilfe gebeten werden.

Zum Anbauen der Sturzbügel ist bis auf Werkzeug alles Notwendige in dem Set vorhanden um diese richtig und Problemlos zu Befestigen.  Es liegen entsprechend genügend Distanzstücke, eine Gewindestange und Schrauben in dem Packet und natürlich auch gebohrte Flacheisen um die optimalen abstände zu benützen.

So sehen die Sturzbügel an meinem Motorrad aus, wie zu sehen ist habe ich nur die kleinsten Distanzstücke verbauen müssen damit es zu keinen „Scheuerstellen“ kommt.

Der Komplette Anbau hat etwa 30 Minuten gedauert und ist wirklich problemlos von Jedem zu schaffen.


Original Beschreibung aus dem Louis Katalog 2017

Diese Sturzbügel passen durch diverse Anbauteile an viele Motorräder.
Aus einer speziellen Stahllegierung hergestellt, geben diese Sturzbügel, die bei einem Sturz auftretende Verformungsenergie nicht an den Rahmen weiter, sondern nehmen diese selbst auf.
Wenn Sie die Suche nach einem passenden Sturzbügel schon aufgeben wollten, gibt es hier noch eine Chance.
Der mitgelieferte Anbausatz macht die Montage sehr einfach.
Die unterschiedlichen Distanzbuchsen (12 Stück) lassen eine variable Entfernung von 0-67 mm je Befestigungspunkt der „Körbchen“ zu.
Mit dem Sortiment der gelochten Befestigungslaschen (10 Stück) lassen sich Befestigungspunkte am Motorrad bis zu einem Maximal-Abstand von 465mm erreichen.
Die Befestigungslaschen ermöglichen die Anbringung an jedem Punkt innerhalb von 360 Grad.
Die mitgelieferte Gewindestange (M10x360mm) lässt sich auf jede gewünschte Länge kürzen und als Motorbefestigung verwenden.
Die U-Schellen dienen als zusätzlicher Ankerpunkt am Rahmenrohr, falls sich kein anderer geeigneter Befestigungspunkt erreichen lässt.
Verchromt.

Bis der TÜV uns scheidet…

TÜV ist nicht gleich TÜV, denn den einen Technischen Überwachungsverein gibt es nicht mehr, dafür aber diverse TÜV Sowieso, die miteinander im Wettbewerb stehen. Auch von Organisationen wie DEKRA, der GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) und der KÜS (Kraftfahrzeug-Überwachungs­organisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger) die HU und AU durchgeführt werden.  Einzelabnahmen sind in den alten Bundesländern tatsächlich reine TÜV-Sache, in den neuen Bundesländern erledigt das DEKRA.  Die Eintragung von Bauteilen mit ABE oder Teilegutachten dürfen aber auch alle anderen Prüfdienste erledigen.


Hauptuntersuchung (HU)
Motorräder müssen – auch, wenn es sich um Neufahrzeuge handelt – alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung. Wann der nächste Termin ansteht, geht aus den Fahrzeugpapieren hervor. Und wer sich die Plakette auf dem Kennzeichen anschaut, weiß ebenfalls, wann es so weit ist. Wer vor dem Prüftermin die wichtigsten Kriterien selbst checkt (siehe nebenstehende Liste), sollte vor unliebsamen Überraschungen sicher sein. Denn bei erheblichen, weil sicherheitsrelevanten Mängeln, gibt’s keine neue Plakette. GERINGE MÄNGEL wie beispielsweise eine zu lockere Kette oder eine defekte Instrumentenbeleuchtung werden meist mit dem Hinweis toleriert, dass der Schaden umgehend zu beheben ist. Nachuntersuchung: Wenn es doch mal beim ersten Anlauf nichts mit einer Plakette war, weil vielleicht ein abgefahrener Reifen, eine unzulässige Auspuff­anlage oder ein loses Lenkkopflager vom Prüfer als ERHEBLICHER MANGEL eingestuft wurden, dann hat der Fahrzeugbesitzer einen Monat Zeit, um die Mängel zu beseitigen. Zusammen mit dem Prüfbericht sollte er innerhalb dieser Frist zur Nachuntersuchung, bei der in erster Linie die Mängelbehebung interessiert. Wer länger als einen Monat wartet, muss erneut eine komplette HU inklusive der vollen Kosten über sich ergehen lassen. Und da die Plakette ohnehin auf den offiziellen Termin rückdatiert wird, nutzt die Verzögerungstaktik kein bisschen – das gilt auch für den ersten HU-Anlauf.


Checkliste für HU-Vorbereitung
Beleuchtung Sämtliche Lampen müssen voll funktionsfähig und ihre Gehäuse unbeschädigt sein. Instrumenten- und die Kennzeichenbeleuchtung nicht vergessen.

Bremsen Funktion? Zustand von Bremsscheiben (Riefen, abgenutzt) und Bremsleitungen (dicht)? Beläge verschlissen? Außerdem Bremslichtschalter vorn und hinten kontrollieren.

Lenkung Funktioniert das Lenkerschloss? Lenker von Anschlag zu Anschlag leichtgängig ohne spürbare Rastpunkte? Kein Lagerspiel spürbar?

Reifen Stimmen Reifengröße und -bezeichnung mit den Angaben in den Fahrzeugpapieren überein beziehungsweise gibt es eine Unbedenklichkeits-bescheinigung für die Reifenpaarung? Ausreichend Profiltiefe vorhanden (mindestens 1,6 Millimeter)? Stimmt die Laufrichtung? Reifenoberfläche frei von Rissen, Beulen oder Schnitten?

Sonstiges Funktionieren Tacho und Hupe? Motor, Getriebe, Kühlleitungen dicht (Öl oder Kühlflüssigkeitslecks)? Federbein(e) und Gabelrohre funktionsfähig und dicht? Seiten- und Hauptständer in Fahrstellung gesichert bzw. Zündunterbrechung ok? Motor-Aus-(Kill-)Schalter?

TÜV Süd – Hauptuntersuchung – Die Checkliste für Ihr Motorrad


Abgasuntersuchung für Krafträder (AUK)
Krafträder, die nach dem 1. Januar 1989 erstmals zugelassen wurden, müssen seit April 2006 alle zwei Jahre zur AUK, die wiederum seit Januar 2010 Teil der Hauptuntersuchung ist.  Der Gesetzgeber schreibt als Maximum für den CO-Ausstoß (Kohlenmonoxid) bei Kraft­rädern ohne Katalysator 4,5 Volumen-Prozent und bei Modellen mit geregeltem Katalysator 0,3 Volumen-Prozent vor.  Allerdings können die Fahrzeughersteller EIGENE GRENZWERTE festlegen.  Motorräder, die technisch in Ordnung sind, sollten keine Probleme mit den Grenzwerten bekommen.  Dennoch lohnt es, vor der Fahrt zur Prüfstelle einige Punkte selbst zu kontrollieren.


Tips für die AUK
Ansaugstutzen Nicht richtig sitzende oder poröse Exemplare saugen Luft an und beeinflussen die Abgaswerte. Hier helfen nur Festziehen, Abdichten oder Austausch.

Luftfilter Um tadellose Funktion zu gewährleisten, das Filterelement vor der Abgasuntersuchung begutachten, eventuell reinigen.

Zündkerzen Verschmutzte oder verschlissene Kerzen reinigen beziehungsweise gegen neue Kerzen mit dem vorgeschriebenen Wärmewert (siehe Handbuch) ersetzen.

Sonstiges Auch Steuerzeiten, Zündung und Ventilspiel beeinflussen das Abgasverhalten, lassen sich jedoch bei modernen, mit Elektronik vollgestopften Motoren – bis auf das Ventilspiel – von Hobbyschraubern nicht mehr einstellen oder überprüfen.

Geheimtipp Ausgiebiges Warmfahren. Am besten absolviert man vor dem Prüftermin einige Kilometer auf Autobahn oder Schnellstraße bei mittleren bis hohen Drehzahlen, damit Brennräume, Ansaug- und Abgaswege freigeblasen werden.


Eintragung /  Betriebserlaubnis / Eintragungspflichtig
Bauteile oder Baugruppen, für die eine ABE oder ein Teilegutachten erforderlich ist und die in die Papiere eingetragen werden müssen. Ausnahme: Wird die ABE mitgeführt, ist der Eintrag nicht zwingend.

Ansaugstutzen, Bremsarmatur, Bremsbeläge, Bremsflüssigkeitsbehälter, Bremshebel, Bremsleitungen, Bremspedal, Bremspumpe, Bremsscheibe, Bremszange, Cockpitverkleidung, Fahrwerkshöherlegung, Fahrwerkstieferlegung, Federbein(e), Felgen, Fußrastenanlage, Gabel, Gabelbrücke, Gabelfedern, Gabelstabilisator, Getriebeabstufung, Hauptbremszylinder, Hauptständer, Heckhöherlegung, Hecktieferlegung, Heckverkleidung, Hinterradabdeckung, Kettenrad (bei nicht identischer Zähnezahl), Kotflügel, Krümmer (nur wenn sich Rohrführung oder Querschnitt ändern), Lampenmaske, Lenker, Lenkerenden-Blinker (bei aktuellen Motorrädern nur in Verbindung mit hinterem Blinkerpaar), Lenker-Klemmböcke (Riser), Lenkungsdämpfer, Luftfilter, Luftfiltereinsatz (bei verändertem Luftdurchsatz), Luftfilterkasten, Reifen (bei Dimensionsänderung), Ritzel (bei nicht identischer Zähnezahl), Schwinge, Seitenständer, Sekundär-Übersetzung, Sitzbank (bei massiven Veränderungen der Abmessungen), Soziushaltegriffe, Tachometer, Tank, Vergaser, Vergaser-Bedüsung, Verkleidung, Verkleidungskiel, Verkleidungsscheibe


Bauartgenehmigung eintragungspflichtig
Anhängerkupplung


Eintragungspflichtig per Einzelabnahme
Heckrahmen kürzen, Rahmen polieren (nur nach vorheriger Absprache mit Sachverständigem)


Eintragungsfrei
Bauteile oder Baugruppen, die nicht in die Papiere eingetragen werden müssen und weder Teilegutachten, noch ABE oder EG-BE benötigen.

Batterie, Bordsteckdose, Drehzahlmesser, Gabelprotektoren, Gaszug, Gehäusedeckel, Gepäckträger (sofern keine maßgebliche Veränderung am Fahrzeug), Griffgummis, Handschalen/-protektoren, Heizgriffe,  Kerzenstecker (muss Spezifikationen bezüglich Funkentstörung entsprechen), Kettenrad (bei identischer Zähnezahl), Kickstarter, Kühlwasserschläuche, Kupplungsarmatur, Kupplungsflüssigkeitsbehälter, Kupplungshebel,Luftfiltereinsatz (bei unverändertem Luftdurchsatz),Motorschutzwanne, Navigationsgerät, Öltemperatur-Direktmesser, Rahmen lackieren, Rahmenschützer Sturzpads, Ritzel (bei identischer Zähnezahl), Sitzbank (unter Beibehaltung der Originallänge / Haltevorrichtung für Sozius beachten), Suchscheinwerfer (darf nicht während der Fahrt benutzt werden), Vibrationsdämpfer (an Lenkerenden), Warnblinkanlage, Zündkerzen (müssen Spezifika­tionen bezüglich Funkentstörung entsprechen),


Bauartengenehmigung Eintragungsfrei 
Teile, die mit einem EG- oder ECE-Prüfzeichen versehen sind und nicht in die Papiere eingetragen werden müssen.

Blinker, Glühlampen, Hupe, Kennzeichenbeleuchtung, Miniblinker, Nebelscheinwerfer, Rücklicht, Rückstrahler (Winkel senkrecht  zur Fahrbahn beachten), Scheinwerfer, Spiegel, Zusatzscheinwerfer


Sonderfälle
Die folgenden Bauteile sind streng genommen ein Fall für eine ABE, was in der Praxis allerdings nicht angewendet wird – daher: eintragungsfrei.

Alarmanlage, Benzinfilter, Benzinleitung, Benzinleitung-Schnellkupplung, Bremsscheibenabdeckung, Heckinnenkotflügel, Kennzeichenhalter, Kettenschutz, Kühlergrill, Schutzbügel, Soziusabdeckung


EG-BE erforderlich
Schalldämpfer,KAT,
KAT-Problematik: Müssen Nachrüstdämpfer mit EG-BE einen Kat besitzen, wenn auch der Serientopf einen aufweist?
Alle ab 2006 nach Euro 3 homologierten Motorräder, die serienmäßig einen Kat besitzen, dürfen nur auf einen Nachrüstdämpfer mit Kat umgerüstet werden. Anders sieht es mit älteren, beispielsweise nach Euro 2 zugelassenen Motorrädern aus. Selbst wenn sie serienmäßig mit Kat ausgestattet sind, dürfen Nachrüstdämpfer ohne Kat angebaut werden. Allerdings nur, wenn diese vor dem 18. Mai 2006 eine EG-Betriebserlaubnis erhalten haben. Wenn dann bei der HU der für das Motorrad (vom Hersteller) vorgegebene Wert überschritten werden sollte, gibt’s lediglich einen entsprechenden Vermerk im Prüfbericht. Zumindest sollten zwischenzeitlich alle Überwachungsvereine entsprechend instruiert worden sein.